Platinen Ätzen
Angefangen hat alles mit einem kleinen Spannungsregler,
um meinen Walkman mit 3V und meinen Discman mit 6 V an einem Netzgerät
anzuschließen. Damals half mir ein Bekannter und wir machten uns daran
mit Abreibsymbolen, Eisen3Chlorid, etc. eine Platine zu ätzen...
Es gibt verschiedene Arten Layouts auf eine Platine zu
bringen:
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Mit Lochrasterplatinen
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Aufreibsymbole und Ätzfeste Stifte
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Beschichtete Platinen
1) Lochrasterplatinen
Da bei diesen Platinen frei verdrahtet
wird, was heißt, dass die Anschlüsse der Bauteile mit Draht verbunden
werden, und dies schon bei wenig komplexen Layouts Probleme mit sich
bringt, beschreibe ich diesen Punkt nicht weiter. Es bietet sich an,
wenn man wenig Bauteile hat und sich das Ätzen sparen möchte.
2 a) Aufreibsymbole
Hier wird mit in Elektronikgeschäften
(Conrad, Reichelt, ELV, etc. , siehe Links) erhältlichen Symbolen das
Layout direkt auf eine Kupferbeschichtete Platine gebracht. Die Symbole
sind gegen Ätzflüssigkeiten (Fe3Cl, Natriumpersulfat, etc.) resistent.
2 b) Stifte
Anstelle der Symbole wird ein Stift mit
ätzresistenter Tinte benutzt. Ich persönlich habe es einmal versucht
und danach nie wieder gemacht. Diese Methode ist zu ungenau.
Der Ätzvorgang ist der gleiche wie in
Teil 3), der dort ausführlich beschrieben ist.
3) Beschichtete Platinen
Die eleganteste Methode ist jedoch das
Belichten beschichteter Platinen und das anschliessende Ätzen. Der Ablauf
ist
a) Das Erstellen des Layouts mit Hilfe des Computers
b) Belichten
c) Entwickeln
d) Ätzen
a) Das Layout
Es gibt viele Programme, mit denen man
Layouts erstellen kann. Zwei für Hobbyisten kostenlos zu benutzende
Programmen sind Easytrax (DOS) und Eagle Light (Windows). Es dauert
ein wenig, bis man sich in Easytrax eingearbeitet hat, aber dann sind
Layouts schnell gemacht. Gegenüber Eagle Light hat es den Vorteil, dass
die Größe der Platine nicht auf 80mm*100mm begrenzt ist. Dafür hat Eagle
eine etwas schönere Oberfläche und eine sehr viel größere Bauteilbibliothek.
Der schwarze Teil wird später nicht belichtet und an diesen Stellen
bleibt nachher die Kupferschicht erhalten.
Am besten bringt man das fertige Layout mit einem Laserdrucker auf Transparentpapier.
Auf Overheadfolien haftet der Toner nicht gut genug. Butterbrotpapierähnliches
Transparentzeichenpapier (80/85 g/m² -bei weniger zerknittert das Papier
im Drucker) ist wunderbar dafür. Gibts im Vergleich zu den von Conrad
angebotenem Spezialpapier überall viel günstiger.
b) Belichten
Das Layout kommt mit der bedruckten Seite
auf die Platine (Im Moment benutze ich Platinen von Bungard, die es
bei Conrad gibt oder aber besser bei Bungard direkt). Zum Belichten
benutze ich einen UV-Gesichtsbräuner. War billiger als ein professionelles
Belichtungsgerät und funktioniert genausogut. Am Anfang muß man eine
Testreihe machen, um die richtige Belichtungszeit herauszufinden. Sie
liegt so ungefähr zwischen 2 und 3 1/2 Minuten. Am besten ein kleines
Layout mehrmals auf einen Platine legen und dann von 2 bis 3 1/2 Minuten
in 10s Abständen belichten. Dann entwickeln und ätzen und sich die zum
besten Ergebnis zugehörige Zeit merken.
c) Entwickeln
Zum Entwickeln gibt es Natriumhydroxid
oder andere Entwickler bei allen Elektronikversandhändlern. Am besten
sind die für 1 Liter Wasser fertig abgepackten. Die sind zwar etwas
teurer, als Großpackungen, aber man hat keine Probleme mit der Dosierung.
Beim Entwickeln brauch' ich noch etwas Übung. Die ungefähre Zeit ist
1/2 bis 1 Minute. Man sieht, wie der belichtete Teil heller wird. Einfach
auprobieren. Es wird schon noch einigen Versuchen klappen.
Nach dem Entwickeln die Platine gut abspülen, da sonst der Entwickler
mit der Ätzflüssigkeit reagiert und beides unbrauchbar wird.
d) Ätzen
Zum Ätzen gibt es fertige Geräte für ca.
200DM, billiger ist es sich selber eines zu bauen. Wenn man mit Natriumpersulfat
arbeitet, kann man den Ätzvorgang wunderbar beobachten.
Wichtiger Hinweis: Die Chemikalien
sind giftig und ätzend. Man stirbt nicht sofort, wenn ein paar Tropfen
an die Haut kommen, aber man sollte es trotzdem nicht unterschätzen. Es
kann zu Hautirritationen kommen. Sofort mit Wasser spülen und bei Verschlucken
oder Kontakt mit den Augen sofort einen Arzt aufsuchen.
Bei Fragen einfach eine e-mail an mich. Ich versuche dann zu helfen.
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